INSTALLATION

 

 

Liebesleine

Raumecke 2007
Materialmix
200 x 280 cm, variables Maß

 

   
       

Die Installationen „Liebesleine “ und "Zwarte Kousen" zeigen verschiedene daran hängende Karten, Fotos, Tüten und gesammelte Utensilien.

Die Vorgehensweise der Künstlerin erscheint dabei nachvollziehbar. Auslöser sind offensichtlich persönliche Erlebnisse, einzelne Fundstücke mit autobiographischem Hintergrund, die allmählich zu einem wachsenden Ensemble von weiteren Fundstücken und Einzelobjekten in komplexer Weise aneinandergereiht und miteinander versponnen werden. Diese Arbeitsweise entwickelt eine Eigendynamik, bei der ein Ende zunächst nicht abzusehen scheint. Die Vielzahl der Bilder, Zeichnungen, Fotos, kleinen Objekte und Textfragmente enthält unzählige Anspielungen, die in der Anhäufung und im Zusammenspiel neue Aussagen erzeugen.

Die Arbeiten enthalten auch deutlich narrative Elemente. Allerdings zieht sich nicht ein einzelner Erzählfaden linear durch das Werk, sondern es kreuzen und überlagern sich verschiedene Erzählstränge, bei der Liebesleine wortwörtlich in Form von miteinander vernetzten und sich überschneidenden Bändern und Querverbindungen.
Dadurch entstehen vielfältige Verknüpfungen und sich überlagernde Ebenen, die unterschiedlichste Assoziationsketten provozieren. Die Bedeutung einzelner Bilder Objekte und Texte lassen sich vom Betrachter nur teilweise erschließen. Die ganze Arbeit löst eine assoziative Kettenreaktion aus, wobei individuelle Interpretations-und Deutungsmöglichkeiten offen bleiben.

Diese Wandinstallationen zeigen eine ernsthafte und sehr persönliche Auseinandersetzung, die immer wieder mit spielerischen Momenten durchbrochen und ironisiert wird. Auf fast allen Ebenen des bildnerischen Schaffens findet experimentelles Arbeiten statt.